Oktober 2013 - Es gibt kaum unangenehmere Situationen: wenn plötzlich und unerwartet ein hellrotes Rinnsal aus der Nase fließt. Während dies bei Kindern oft harmlos ist, sollten Erwachsene, die häufiger darunter leiden, Symptome durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären lassen. Neben Schäden an Blutgefäßen, Bluthochdruck, harmlosen Fehlbildungen kann Nasenbluten in seltenen Fällen auch einem bösartigen Geschwür entspringen. Dauern Blutungen länger als ein paar Minuten an, lassen sie sich heute notfallmäßig mit verschiedenen Methoden schnell und nachhaltig stoppen.
Bei Kindern ist meist eine trockene oder gereizte Nasenschleimhaut im vorderen Teil der Nase schuld am Nasenbluten. Dadurch wird die Schleimhaut rissig und die Blutgefäße treten an die Oberfläche. Gerade beim Nachwuchs werden die Gefäße schnell leicht beschädigt: durch Verletzungen und Erkältungen – manchmal aber auch durch popelnde Kinderfinger. Durch einen kalten Waschlappen im Nacken ziehen sich verletzte Gefäße zusammen und die Blutung lässt sich schneller stoppen. Da es in der Regel sehr weit vorne in der Nase blutet, hilft auch das Zuhalten der entsprechenden Nasenseite. Versiegt der Blutfluss dennoch nicht, ist eine Notfall-Versorgung beim HNO-Arzt angezeigt.
Bei Erwachsenen kann dem Nasenbluten auch eine Gefäßblutung im hinteren Teil der Nase zugrunde liegen. Hier spielen auch Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und entwässernde oder blutverdünnende Medikamente eine wichtige Rolle. Mit zunehmendem Alter verlieren die Gefäße darüber hinaus an Elastizität und sind so empfindlicher bei trockener, kalter Luft oder bei Schnupfen. Wenn das Blut nicht nur tröpfelt sondern richtig fließt, sollten sich Betroffene bei einem HNO-Arzt vorstellen. Vor allem, wenn regelmäßiges Nasenbluten mit einer einseitigen Behinderung der Nasenatmung auftritt, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
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