Dezember 2013 - Etwa jeder Zehnte leidet im Laufe seines Lebens unter akuten Schwindelanfällen. Eine der häufigsten Ursachen für solche plötzlichen Drehschwindelattacken ist der gutartige Lagerungsschwindel, der durch bestimmte Bewegungen, z.B. einen Blick zur Decke oder eine Drehung im Bett, hervorgerufen wird und nur wenige Sekunden andauert. Betroffene sollten auf jeden Fall einen HNO-Arzt aufsuchen. Er kann durch eine einfache Untersuchung sicher zwischen gutartigem Lagerungsschwindel und möglichen anderen Schwindelursachen unterscheiden.
Die Ursache für gutartigen Lagerungsschwindel liegt im Innenohr. Dort messen normalerweise in einem bestimmten Teil des Gleichgewichsorgans mikroskopisch kleine Kristalle in einer gelartigen Masse die Schwerkraft. Lösen sich diese kleinen Steinchen, so gelangen sie leicht in die Bogengänge. Bei entsprechenden Kopfbewegungen wirbeln sie dort auf und reizen die Sinneshärchen. Da die andere Seite keinen Reiz an das Gehirn übermittelt, werden dem Gehirn widersprüchliche Informationen übermittelt, was zu einem heftigen Schwindelanfall führt.
Unter Zuhilfenahme einer speziellen Brille erkennen HNO-Ärzte an den Augenbewegungen die Ursache der Beschwerden. Treten diese in Kopftieflage bei einer so genannten Lagerungsprüfung auf, gilt die Diagnose „gutartiger Lagerungsschwindel“ als gesichert. Die anschließende Therapie besteht aus einer Abfolge definierter Bewegungen, die die Steinchen wieder aus den Bogengängen herausbefördern. Beliebig oft wiederholbar führen bereits die ersten Behandlungen bei einem Großteil der Patienten zu Beschwerdefreiheit.
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