HNO: Wer muss zur Tumorvorsorge?

April 2015 - Krebs gilt in Deutschland nach den Herz-Kreislauferkrankungen als zweithäufigste Todesursache. Ein frühzeitiges Erkennen von Tumoren verbessert die Erfolgsaussichten der Therapie – manchmal ergeben sich auch nur dadurch überhaupt erst Möglichkeiten der Behandlung. Krebsvorsorgeuntersuchungen haben daher eine wichtige Bedeutung. Doch während Vorsorgeuntersuchungen für gynäkologische und urologische Krebserkrankungen sowie von Darmkrebs bereits eine große Akzeptanz erfahren, schenken viele anderen Krebsvorsorgeuntersuchungen nur wenig Beachtung. Dabei kommen Tumorerkrankungen im Kopf- und Halsbereich relativ häufig vor. Vor allem Menschen, die rauchen, regelmäßig Alkohol konsumieren oder in deren Familie es bereits zu HNO-spezifischen Krebserkrankungen gekommen ist, sollten die Vorsorge beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt nicht abtun.

Tumorerkrankungen der oberen Atem- und Speisewege sind die vierthäufigsten bösartigen Tumorerkrankungen bei Männern – und auch bei Frauen nimmt die Häufigkeit seit Jahren kontinuierlich zu. Da die Heilungschancen vor allem vom Zeitpunkt des Erkennens der Erkrankung abhängen, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung bei bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum oder ein familiäres Auftreten angezeigt. Die Untersuchung nimmt der HNO-Arzt mit dünnen Optiken vor, mit denen er Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf schmerzlos inspiziert. Auch Vorstufen von Tumorerkrankungen erkennt er so sicher. Ultraschalluntersuchung der Halsweichteile schließen darüber hinaus bösartige Erkrankungen der Lymphknoten, der Speicheldrüsen und der Schilddrüse sicher aus.

Mehr Nachrichten:

01. April 2025

Videosprechstunde in der HNO-Praxis: Neue Regeln, praxisnahe Lösungen

20. März 2025

Aktueller Stand der Dinge bei der Therapieallergene-Verordnung (TAV)

27. Februar 2025

Hörprobleme und Schwindel: So beeinflusst das Gehör das Gleichgewicht

24. Februar 2025

Macht Tinnitus dement?

18. Februar 2025

IT-Sicherheit stärken: Checkliste für die HNO-Praxis

06. Februar 2025

HNOnet unterstützt Entbudgetierung und hilft, Verluste zu kompensieren

09. Januar 2025

Gesundheitspolitik: Wahlprogramme 2025

07. Januar 2025

Cerumenentferung – HNO-Arzt oder Hörakustiker?

16. Dezember 2024

Schwindel im mittleren Alter: Ursachen, Diagnostik und Hilfe in der HNO-Praxis

02. Dezember 2024

Wie sich HNO-Praxen auf die elektronische Patientenakte (ePA) vorbereiten

© 2025 by HNOnet