Gesund durch den Karneval

Februar 2017 - Alaaf und Helau – die fünfte Jahreszeit ist für viele der Höhepunkt des Jahres. In den Tagen nach dem Karneval herrscht allerdings oft Hochkonjunktur in HNO-Praxen. Erkältungen, Grippe oder Lärmtrauma gehören dann zu den häufigsten Beschwerden, mit denen die Jecken zum Arzt müssen.

Zunächst: Die Grippewelle erreicht im Februar ihr Jahreshoch. Vor allem in großen Menschenmengen und bei engem Kontakt, wie es bei Rosenmontagsumzügen der Fall ist, haben es Viren leicht, sich schnell zu verbreiten. Zudem treffen sie auf ein Immunsystem, dass durch den zurückliegenden Winter oft geschwächt und besonders anfällig ist. Also: Vorsicht vor allzu engen Kontakten. Hinzu kommt, viele Kostüme sehen zwar hervorragend aus, sind aber bei winterlichen Temperaturen nur selten wettergerecht. Die Faschings-Narren verkühlen sich und das Risiko für Infekte steigt. Also: auf wettergerechte Kleidung achten. Und wer dann auch noch zu tief ins Glas schaut, bekommt von der Unterkühlung nicht einmal mehr etwas mit und wiegt sich in trügerischer Sicherheit. Also: mäßiger Alkoholkonsum ist angesagt, wenn man sich vor Erkältungen schützen will. 

Karneval ohne laute Musik wäre nur halb so schön. Wer gerade noch laut mit gesungen hat, verspürt nicht selten auf dem Nachhauseweg ein Piepen im Ohr und nimmt Umweltgeräusche nur noch wie durch Watte wahr. Experten sprechen dann von einem Lärmtrauma. In der Regel geben sie allerdings schnell Entwarnung, denn bereits am nächsten Tag erlangen die Meisten wieder ihre volle Hörfähigkeit. Hält Taubheit oder das Piepen jedoch länger als drei Tage an, unbedingt Arzt aufsuchen. Betroffen sind meist Menschen, die viel Stress haben. Aber auch länger anhaltende Lärmeinwirkung zum Beispiel durch überlaut eingestellte Musik bei iPod & Co. gilt als begünstigender Faktor. Also: Unbedingt die unmittelbare Nähe zu den Musikboxen meiden und sich mit Ohrstöpseln versorgen. Das beugt Hörverlusten vor.

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