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Einschulung: Bei Fehlstart auch an die Ohren denken

August 2017 - Fremde Umgebung, neue Sozialkontakte und der veränderte Tagesablauf stellen Kinder beim Schulbeginn vor große Herausforderungen. Noch schwerer lassen sie sich bewältigen, wenn Abc-Schützen nicht richtig hören können. Unkonzentriertheiten, schlechter Lernerfolg oder Niedergeschlagenheit sind nicht nur Hinweise auf einen schlechten Start in den neuen Lebensabschnitt, sondern können auch auf Schwerhörigkeit hindeuten.

Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich und kleine Behinderungen schlägt bei ihnen weit mehr ins Gewicht als bei Erwachsenen. Gutes Hören spielt bei der Entwicklung von Schulkindern eine besondere Rolle. So beeinflusst es Sprachentwicklung, ermöglicht die soziale Integration und steigert nicht zuletzt die Lebensqualität. Hörstörungen kommen gerade bei Schulanfängern besonders häufig vor. Bestehen sie über längere Zeit, kann dies zu Verzögerungen der Sprachentwicklung und einer oftmals schweren Lernbeeinträchtigung führen. Bei den ersten Anzeichen sollten Eltern den Facharzt aufsuchen und objektive Hörtests veranlassen. Oftmals reichen Hörtests, wie sie Kinderärzte während den U-Untersuchungen durchführen, nicht aus. Grund: Gerade die bei Kindern am häufigsten vorkommende Mittelohrschwerhörigkeit, die durch Paukenergüsse – also Ansammlungen von Flüssigkeit im Mittelohr – hervorgerufen wird, stellt hohe Anforderungen an Untersuchungstechniken. So erfordert diese neben der Ohrmikroskopie und verschiedenen Hörtesten auch eine Druckmessung des Mittelohres sowie eine Untersuchung der Nase und der Nebenhöhlen.

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