Sie ist ein wahres Multitalent: die Zunge. Ohne sie wären viele alltägliche Dinge wie Schmecken, Sprechen, Saugen oder Schlucken nicht möglich. Darüber hinaus enthält die Zungenoberfläche viele Zellen der Immunabwehr. Aber die Zunge ist auch ein Spiegel der Gesundheit. An ihr lassen sich unzählige Veränderungen und Erkrankungen erkennen.
Eine gesunde Zunge zeigt sich rosafarben mit einem leichten weißen Belag. Ihre Oberfläche ist feucht, glatt und gleichmäßig. Gesundheitliche Störungen äußern sich, indem sich Farbe, Form oder Belag der Zunge verändern. So kann die Zunge beispielsweise dicker oder dünner, stärker belegt oder gerötet sein oder es finden sich plötzlich Zahnabdrücke am Zungenrand. Auch ein vermehrtes Zittern des Zungenmuskels liefert einen Hinweis auf Erkrankungen. Eine Größenzunahme der Zunge mit sichtbaren Zahnabdrücken und vermehrtem Belag spricht beispielsweise für einen Energiemangel. Zittern der Zunge mit bläulich gestauten Venen unter der Zunge ist die Folge von starkem Stress.
Zu den Krankheiten, welche die Zunge direkt betreffen, gehören Tumorerkrankungen, Aphthen und Fibrome. Tumore zeigen sich anfangs oft in Form von „wunden Stellen“ oder Geschwüren. Auch tastbare Verhärtungen der Zunge bei intakter Oberfläche können auf Tumore hinweisen. Aphthen wiederum sind kreisrunde oder ovale milchig-gelbliche Gebilde, die eine Entzündung der umgebenden Schleimhaut auslösen. Sie sind zwar sehr schmerzhaft, verschwinden aber meist nach einigen Tagen von selbst. Fibrome, also kleine gutartige Schleimhautknötchen, finden sich meist an der Mittellinie der Zunge. Diese Bindegewebe-Geschwulste erfordern eine Abklärung durch einen HNO-Arzt.
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