Kopfhörer: die verkannte Gefahr

April 2012 - Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt bei vielen die Lust, draußen aktiv zu werden. Häufige Begleiter: MP3-Player oder Musik-Handys samt Kopfhörer und Lieblingsband. Doch die meisten unterschätzen die Auswirkungen der Beschallung auf ihre Hörfähigkeit. Entgegen aller Annahmen spielt dabei nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Dauer eine Rolle für eventuelle Schäden am Gehör.

Setzen Musikfans ihre Ohren längere Zeit hohen Schallpegeln aus, kommt es zu einer Unterversorgung der Haarzellen im Innenohr mit Nährstoffen und damit zu einer vorübergehenden Schwerhörigkeit. Normalerweise erholen sich die Zellen wieder und Betroffene hören spätestens am nächsten Morgen wieder ganz normal. Beschallen sie ihre Ohren aber dauerhaft und gönnen ihnen keine Ruhepause, sterben die Haarzellen und sind unrettbar verloren. Spätestens, wenn ein Summen auftritt oder das Gefühl von Watte im Ohr entsteht, müssen die Stöpsel raus. Diese Symptome stellen ein Warnsignal dar und weisen darauf hin, dass die Haarzellen leiden. Grundsätzlich gilt: auch Ohren brauchen Ruhepausen. Wer seinen Hörsinneszellen zwischendurch immer wieder Gelegenheit gibt, ihr Stoffwechselgleichgewicht wieder herzustellen und es auch in punkto Lautstärke nicht dauerhaft übertreibt, braucht keine bleibenden Schäden befürchten.

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